Für die Dusche brauchen Sie einen elektronischen Durchlauferhitzer mit 21 bis 24 Kilowatt und Starkstromanschluss. In der Küche reicht ein Kompaktgerät mit 11 bis 13,5 Kilowatt unter der Abwasch. Am Handwaschbecken im Gäste-WC genügt ein Kleingerät mit 3,5 bis 6,5 Kilowatt. Modelle für die normale Haushaltssteckdose taugen zum Händewaschen, nicht zum Duschen.

Mit diesen drei Zahlen ist die Grundfrage beantwortet. Der Rest hängt in Wien an Details, die in den üblichen Kaufratgebern fehlen. Das Leitungswasser ist hier besonders kalt. Die Elektrik in Gründerzeithäusern ist oft älter als die Mieter. Und das Mietrecht kennt bei Warmwassergeräten eine klare Regel, die viele nicht kennen.

In zahlreichen Wiener Altbauwohnungen hängen noch hydraulische Geräte, die seit Jahrzehnten laufen und beim Aufdrehen in der Küche die Temperatur unter der Dusche verlieren. Einen Wiener Fachbetrieb, bei dem Sie so ein Altgerät gegen ein modernes Modell tauschen und Ihren Durchlauferhitzer austauschen lassen können, finden Sie bei Thermentausch Graf. Dort werden Leistung, Anschluss und Montage gemeinsam geplant.

Durchlauferhitzer für Dusche, Küche und Bad: Die Leistung entscheidet

Ein Durchlauferhitzer speichert kein Wasser. Das Wasser wird erst in dem Moment erwärmt, in dem es durch das Gerät fließt. Wie viel warmes Wasser pro Minute herauskommt, bestimmt allein die Leistung. Deshalb ist die Frage nach dem Raum eigentlich eine Frage nach der Durchflussmenge.

Durchlauferhitzer für Bad und Dusche: Unter 21 Kilowatt wird es zäh

Ein herkömmlicher Duschkopf lässt 12 bis 15 Liter pro Minute durch, eine Sparbrause sechs bis sieben. Diese Mengen von Wiener Leitungswassertemperatur auf angenehme 38 Grad zu bringen, verlangt viel Energie. Ein Gerät mit 21 kW schafft unter Wiener Bedingungen rund zehn Liter pro Minute. Mit 18 kW sind es gut acht Liter.

Für eine Sparbrause reicht das locker. Mit einer großen Regenbrause im Jänner wird es knapp, denn dann regelt das Gerät den Durchfluss herunter, um die Temperatur zu halten.

Wer abends die Wanne einlässt, während jemand am Waschtisch Zähne putzt, sollte zu 24 oder 27 Kilowatt greifen. Ob Ihr Hausanschluss das hergibt, klärt der Elektriker vor dem Kauf, nicht danach. Viele Komfortgeräte sind bei der Montage zwischen 18, 21 und 24 Kilowatt umschaltbar. Das hilft, wenn der Anschluss erst später verstärkt wird.

Durchlauferhitzer für Küche: Kompaktgerät unter der Abwasch

An der Spüle genügen fünf bis sechs Liter pro Minute, dafür darf es heißer sein. Ein Kompakt-Durchlauferhitzer mit 11 bis 13,5 Kilowatt sitzt meist im Unterschrank und liefert Wasser bis 60 Grad. Für Töpfe, Pfannen und das Putzwasser ist das ideal.

Fehlt in der Küche eine eigene Starkstromleitung, gibt es eine Lösung, die in Wiener Wohnungen oft passt. Manche Geräte lassen sich über eine Lastabwurfbox am vorhandenen Herdanschluss betreiben. Die Box schaltet das Warmwasser kurz ab, wenn Herd und Gerät gleichzeitig zu viel Strom ziehen. Hornbach Österreich weist bei einem Kompaktgerät von Clage mit 11 Kilowatt ausdrücklich auf diese Variante hin. Das spart eine neue Zuleitung durch die halbe Wohnung.

Ein Mini-Gerät mit 3,5 Kilowatt an der Küchenspüle ist dagegen ein Fehlkauf. Bei zwei Litern pro Minute hebt es die Temperatur nur um etwa 25 Grad. Fettige Pfannen bekommen Sie damit nicht sauber, und die Geduld verlieren Sie schneller als den Schmutz.

Gäste-WC: Hier passt das Kleingerät

Im Gäste-WC ist der Kleindurchlauferhitzer kaum zu schlagen. Im Baumarkt kostet er zwischen rund 120 und 160 Euro, teils inklusive Armatur. Er verschwindet im Unterschrank und läuft je nach Modell über eine Steckdose oder einen Festanschluss. Ein bekanntes Beispiel ist der Stiebel Eltron DNM 3 mit 3,5 Kilowatt, den Hornbach Österreich um 122,90 Euro listet.

Ein Detail wird oft übersehen. Viele Kleingeräte arbeiten drucklos und brauchen eine spezielle Niederdruckarmatur. Wer die alte Mischbatterie einfach weiter verwendet, riskiert ein beschädigtes Gerät. Beim Kauf müssen Sie deshalb zwischen Druck- und Niederdruckmodellen unterscheiden. Eine drucklose Ausführung ist günstig und einfach, versorgt aber immer nur eine einzige Zapfstelle.

Kellerbad, Gartenhaus, Werkstatt: Sonderfälle

Für ein Bad im Keller ohne eigene Warmwasserleitung ist ein Durchlauferhitzer oft die einfachste Lösung. Statt eine Leitung quer durchs Haus zu ziehen, braucht es nur Kaltwasser und einen passenden Stromanschluss vor Ort. Dasselbe gilt für Gartenhäuser, Werkstätten oder ein nachträglich eingebautes WC im Dachgeschoß.

Auch im Gewerbe ist das Prinzip verbreitet. Friseursalons versorgen ihre Haarwaschbecken häufig über Komfortgeräte, weil sie den ganzen Tag kurze Mengen warmes Wasser brauchen und kein Speicher leerlaufen darf.

Wiener Leitungswasser: Ein Vorteil mit Nebenwirkung

Das Wiener Hochquellwasser stammt aus den Kalkalpen und wird auf dem Weg in die Stadt kaum wärmer. Laut Wiener Wasser kommt es mit rund acht Grad in Wien an, wie News.at berichtet. Für den Geschmack ist das ein Geschenk. Für das Warmwassergerät bedeutet es Arbeit, denn es muss das Wasser um 30 Grad anheben, damit Sie mit 38 Grad duschen.

Die Faustregel lautet: Einen Liter pro Minute um ein Grad zu erwärmen, kostet etwa 0,07 Kilowatt. Bei Wiener Zulauftemperatur ergibt das ungefähr diese Mengen mit 38 Grad:

  • 3,5 Kilowatt: knapp 1,7 Liter pro Minute
  • 11 Kilowatt: rund 5 Liter pro Minute
  • 18 Kilowatt: rund 8,5 Liter pro Minute
  • 21 Kilowatt: rund 10 Liter pro Minute
  • 24 Kilowatt: rund 11,5 Liter pro Minute

Prospektangaben beziehen sich auf eine bestimmte Zulauftemperatur. Fragen Sie nach, welche das ist. Liegt sie deutlich über acht Grad, kommt bei Ihnen weniger warmes Wasser aus der Brause als versprochen.

Kalk: Je nach Bezirk ein Thema

Die Stadt Wien gibt die Härte des Trinkwassers mit 6 bis 12 Grad deutscher Härte an, in einigen Bezirken mit bis zu 20 Grad. Die aktuellen Werte finden Sie direkt bei Wiener Wasser. Im weichen Bereich müssen Sie sich um Kalk kaum Gedanken machen. Wo das Wasser härter ist, setzt sich mit den Jahren Kalk an der Heizung im Gerät ab. Das bremst die Wärmeübertragung und treibt den Stromverbrauch nach oben.

Entkalken ist bei einem Durchlauferhitzer keine Aufgabe für den Essigreiniger. Das gehört in Fachhände, am besten im Zuge eines Servicetermins.

Anschluss im Altbau: Was Sie vor dem Kauf klären müssen

Ein Gerät mit 21 Kilowatt läuft an 400 V Drehstrom, zieht an jeder der drei Phasen rund 30 Ampere und braucht meist eine Absicherung mit 32 Ampere. Das ist mehr als ein Elektroherd. In einem sanierten Neubau ist das selten ein Problem. In einem Wiener Zinshaus mit Steigleitungen aus der Nachkriegszeit sieht die Sache anders aus.

Ob Ihre Wohnung die zusätzliche Last trägt, beurteilt ein befugter Elektrotechniker. Er prüft Zuleitung, Zählerkasten und Hauptsicherung. Bei größeren Leistungen kann eine Abstimmung mit dem Netzbetreiber nötig sein. In Wien sind das die Wiener Netze, nicht Ihr Stromlieferant. Diesen Schritt übernimmt in der Regel der Elektriker.

Unsere Einschätzung: Wer im Bad noch keinen Starkstromanschluss hat, sollte zuerst die Kosten für die neue Zuleitung erfragen. Die kann teurer werden als das Gerät selbst. Steht ohnehin eine Badsanierung an, lässt sich die Leitung im selben Aufwasch verlegen. Was dabei für Fliesenarbeiten anfällt, lesen Sie in unserem Überblick zu den Kosten für einen Fliesenleger.

Für die Montage selbst gilt: Wandmontage über dem Waschtisch oder neben der Wanne ist Standard, Untertischmontage in der Küche ebenso. Bei vielen Markengeräten sind Gerätekappe und Bedienteil drehbar, damit das Display auch unter der Abwasch lesbar bleibt. Im Bad sollten Sie auf die Schutzart achten. Markengeräte für Dusche und Wanne sind gegen Spritzwasser geschützt, Billiggeräte nennen diese Angabe oft gar nicht.

Mietwohnung: Wer zahlt den neuen Durchlauferhitzer?

Hier hat das österreichische Recht eine klare Antwort. Seit der Wohnrechtsnovelle 2015 muss der Vermieter mitvermietete Heizthermen, Warmwasserboiler und sonstige Wärmebereitungsgeräte erhalten. So steht es in § 3 Abs 2 Z 2a MRG. Ein Durchlauferhitzer, der beim Einzug schon in der Wohnung war, fällt darunter.

Geht er kaputt, sind Reparatur oder Tausch Sache des Vermieters. Das gilt im Vollanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes und zwingend auch bei Wohnungen im Teilanwendungsbereich. Die laufende Wartung bleibt dagegen beim Mieter. Nachlesen können Sie die Begründung in den Erläuterungen zur Regierungsvorlage im Parlament.

Interessant für alle, die schon selbst getauscht haben: Hat der Mieter ein defektes, mitvermietetes Gerät selbst ersetzt, weil der Vermieter untätig blieb, gilt die Erhaltungspflicht laut Oberstem Gerichtshof auch für das neue Gerät (5 Ob 201/16v). Melden Sie einen Defekt trotzdem immer zuerst schriftlich bei der Hausverwaltung, bevor Sie selbst einen Auftrag vergeben.

Für Wohnungseigentümer gilt das alles nicht. Sie zahlen den Tausch selbst.

Hydraulisch oder elektronisch: Hier ist Sparen falsch

Ein hydraulisch gesteuertes Gerät schaltet über den Wasserdruck in festen Stufen. Dreht jemand in der Küche auf, wird die Dusche schlagartig kälter. Bei zu wenig Durchfluss schalten manche Modelle ganz ab.

Elektronische Geräte messen Durchfluss und Zulauftemperatur und regeln die Leistung stufenlos. Ein elektronisch geregeltes Modell hält die eingestellte Temperatur gradgenau. Stiebel Eltron gibt für seine elektronisch geregelten Modelle bis zu 30 Prozent Ersparnis bei Energie und Wasser an. Ob es im Alltag so viel wird, hängt vom Duschverhalten ab. Spürbar ist der Unterschied bei jeder Dusche.

Unsere klare Empfehlung: Für Dusche und Badewanne nur elektronisch geregelt. Im Gäste-WC ist ein hydraulisches Kleingerät völlig in Ordnung.

Display, Sparprogramm, App: Was die Ausstattung bringt

Die Mittelklasse zeigt die Temperatur auf einem LCD und erlaubt die Temperaturwahl per Drehwähler. Stiebel Eltron gibt bei solchen Modellen eine einstellbare Temperatur von 20 bis 60°C an, verstellbar in feinen Schritten. Teurere Geräte haben Memorytasten, eine Wannenfüllautomatik und eine Warnung vor Verbrühungsgefahr. Der Eco-Modus drosselt bei vielen Modellen Durchfluss oder Leistung und spart damit Strom.

Eine präzise Temperaturregelung ist das, was Sie wirklich merken. Alles andere ist Komfort. Und noch eine ehrliche Einschätzung: App-Steuerung und WLAN am Warmwassergerät sind überbewertet. Sie stellen die Temperatur einmal richtig ein und lassen sie dann so. Investieren Sie das Geld lieber in die Leistungsklasse darüber.

Mini-Durchlauferhitzer aus dem Online-Handel: Was die Angebote verschweigen

Auf großen Marktplätzen tauchen Angebote auf, deren Titel klingen wie „Durchlauferhitzer Tankless Bad Dusche Warmwasser 3000W 220V“. Dahinter stecken meist maschinell übersetzte Produktseiten. Ein Instant Water Heater wird dann zum „sofortiger Durchlauferhitzer“, ein Kleingerät zum „elektrischer Wasserhahn“. Ein paar Begriffe sollten Sie bei solchen Angeboten genau lesen.

  • Die Spannung: Das österreichische Stromnetz arbeitet seit Jahrzehnten mit 230V. Angaben wie „3500 W 220 V“ stammen aus anderen Märkten. Das Gerät läuft hier meist trotzdem, die Leistungsangabe stimmt dann aber nur ungefähr. Für 230 V elektrische Kleingeräte gilt außerdem eine harte Grenze, und die liegt an der Steckdose.
  • Die Leistung: Eine normale Schukosteckdose ist mit 16 Ampere abgesichert. Das reicht für knapp 3,7 Kilowatt. Ein Gerät mit 3500W oder 3800W liegt damit schon am oberen Rand, wenn sonst nichts am Stromkreis hängt. Angebote mit 5500W oder 6500W am Stecker gehören nicht an eine Steckdose. Ein elektrischer Durchlauferhitzer 5500 W braucht einen Festanschluss durch den Elektriker.
  • Der Stecker: Steht „EU-Stecker“ im Angebot, ist meist ein Schukostecker gemeint. Ein echter Eurostecker ist nur für 2,5 Ampere zugelassen und für ein Heizgerät völlig ungeeignet.
  • Die Temperatur: Angaben wie „30-55°C“ oder „30-55℃“ beschreiben einen Wunschbereich. Welche maximale Temperatur bei acht Grad kaltem Wiener Wasser tatsächlich herauskommt, hängt allein von Durchfluss und Leistung ab. Eine LED-Temperaturanzeige, ein LED-Display oder eine LED-Anzeige am Hahn zeigt nur, was ankommt, und macht das Wasser nicht wärmer.

Mini elektrische Durchlauferhitzer mit schwenkbar gelagertem Auslauf, Gehäuse aus Edelstahl und „digital elektrisch“ geregelter Anzeige wirken hochwertig. Ein solcher Mini Durchlauferhitzer im Gartenhaus kann sinnvoll sein. Für den täglichen Einsatz in der Wohnung würden wir aber zu einem Markengerät mit österreichischem Kundendienst greifen. Bei einem Gerät, das Strom und Wasser auf engstem Raum verbindet, ist Prüfzeichen wichtiger als Design.

Ganz kleine Modelle mit 1500 W oder 2000 W sind eher Spielerei. Sie bringen das Wasser bei Wiener Zulauftemperatur bestenfalls auf lauwarm. Wer schnelles Aufheizen erwartet, wird enttäuscht.

Was kostet eine Dusche mit dem Durchlauferhitzer?

Eine Rechnung mit Wiener Werten. Zehn Minuten Duschen bei acht Litern pro Minute ergeben 80 Liter. Diese um 30 Grad zu erwärmen, braucht rund 2,8 Kilowattstunden. Bei angenommenen 30 Cent pro Kilowattstunde kostet eine solche Dusche etwa 84 Cent. Täglich gerechnet sind das rund 1.000 Kilowattstunden oder etwa 300 Euro pro Person und Jahr.

Setzen Sie für die Rechnung Ihren eigenen Tarif ein. Die Größenordnung bleibt gleich.

Die zwei wirksamsten Hebel kosten fast nichts. Stellen Sie das Gerät auf 38 oder 39 Grad statt auf 50 Grad mit beigemischtem Kaltwasser. Jedes zugemischte Kaltwasser vernichtet Energie, die vorher bezahlt wurde. Und tauschen Sie die Brause gegen ein Sparmodell mit sechs bis sieben Litern pro Minute. Das spart bis zu einem Viertel gegenüber acht Litern und noch mehr gegenüber einem alten Duschkopf. Wichtig: Die Brause muss für Durchlauferhitzer freigegeben sein, sonst schaltet das Gerät bei zu wenig Durchfluss nicht sauber ein.

Achten Sie beim Neukauf auch auf die Energieklasse. Elektronische Komfortgeräte und viele Kleingeräte erreichen Klasse A. Ältere hydraulische Modelle schneiden schlechter ab.

Durchlauferhitzer oder Boiler?

Ein Durchlauferhitzer hat keine Bereitschaftsverluste. Er heizt nur, wenn Wasser fließt. Ein Boiler, also ein elektrischer Warmwasserspeicher, hält dagegen ständig eine größere Menge warm und verliert dabei laufend etwas Wärme. Dafür liefert er auch dann reichlich Warmwasser, wenn mehrere Hähne gleichzeitig offen sind.

Ein Speicher muss regelmäßig auf mindestens 60 °C aufheizen, damit sich keine Legionellen bilden. Bei zentraler Warmwasserbereitung mit Zirkulation gilt das umso mehr. Ein Durchlauferhitzer hat dieses Problem nicht, weil kein Wasser im Gerät stehen bleibt.

Für einen Haushalt mit 2 Personen in einer kleineren Wiener Wohnung ist das Durchlaufprinzip meist die bessere Wahl. Ein 120 Liter Boiler im Bad nimmt dort Platz weg, den Sie für eine Waschmaschine oder einen Kasten brauchen. Für Familien mit Badewanne und hohem Warmwasserbedarf am Abend spricht mehr für einen Speicher oder eine zentrale Lösung. Kurze Leitungswege und keine lange Wartezeiten, bis das warme Wasser ankommt, sind wiederum ein starkes Argument für das Gerät direkt an der Zapfstelle.

Ein Kleinspeicher mit fünf Litern unter dem Waschbecken ist die Alternative zum Kleingerät. Er liefert sofort heißes Wasser, verbraucht aber auch im Leerlauf Strom. Für ein selten genutztes Gäste-WC ist das Kleingerät deshalb die sparsamere Wahl. Ein 50l-Speicher im Bad wiederum reicht für eine kurze Dusche, für zwei Personen hintereinander oft nicht. Elektrische Warmwasserbereiter sind also kein Entweder-oder, sondern eine Frage der Zapfstelle.

Gas, Strom oder Sonne: Welche Energie passt?

In älteren Wiener Wohnungen hängt mitunter noch ein Gasdurchlauferhitzer in Küche oder Bad. Gasbetriebene Geräte sind bei gleicher Leistung größer als die elektrische Variante und brauchen eine Abgasführung. Wer heute neu plant, setzt in der Wohnung fast immer auf Strom. Liefert bei Ihnen eine Kombitherme Heizung und Warmwasser, lohnt ein Gedanke für später. Wird die Therme irgendwann ersetzt, ist ein elektronisches Warmwassergerät im Bad eine der Varianten, die Ihr Installateur gemeinsam mit dem neuen Heizsystem durchrechnen sollte.

Interessant ist die Kombination mit Solarthermie im Einfamilienhaus am Stadtrand. Moderne elektronische Geräte können vorgewärmtes Wasser verarbeiten. Stiebel Eltron nennt für ein Kompaktmodell, dass vorgewärmtes Wasser bis 55 °C nacherwärmt werden kann. Der Wassererhitzer springt dann nur noch ein, wenn die Sonne nicht reicht.

Preise: Das Gerät ist der kleinere Posten

Ein Blick in das Sortiment von Hornbach Österreich zeigt die Spannweite. Kleingeräte mit 3,5 Kilowatt liegen bei rund 120 bis 160 Euro. Ein druckfestes Kleingerät von Clage mit 6,5 Kilowatt kostet 259 Euro, ein Kompaktgerät mit 11 Kilowatt für die Küche ebenso. Komfortgeräte für die Dusche beginnen bei einem AEG-Modell mit 21 Kilowatt um 319 Euro. Ein elektronischer Stiebel Eltron DEL mit wählbaren 18 bis 24 Kilowatt kostet 595 Euro. Preise im Handel ändern sich laufend, die Größenordnung bleibt aber stabil.

Es gibt auch Geräte mit 27 Kilowatt um 229 Euro. Für die tägliche Hauptdusche würden wir trotzdem einen Hersteller mit Kundendienst und Ersatzteilversorgung in Österreich wählen. Ein Gerät, das zehn Jahre und länger hängt, sollte im Fall eines Defekts schnell reparierbar sein.

Zum Gerätepreis kommen Montage und Elektrikerarbeiten. Werben Anbieter mit dem Schlagwort „einfache Installation“, gilt das nur für den Tausch an einem vorhandenen Anschluss. Dann ist die Arbeit meist an einem Vormittag erledigt. Muss eine neue Leitung gezogen werden, steigt der Aufwand deutlich. Holen Sie sich deshalb bei einem Fachbetrieb für Sanitär und Elektro ein Angebot, in dem Gerät, Montage, Elektrik und Entsorgung des Altgeräts getrennt ausgewiesen sind.

Fazit: Erst die Zapfstelle, dann das Gerät

Beim Durchlauferhitzer beginnt die richtige Wahl nicht im Prospekt, sondern an der Zapfstelle. Dusche und Badewanne brauchen in Wien wegen des kalten Leitungswassers mindestens 21 Kilowatt und eine stufenlose Regelung. In der Küche ist ein Kompaktgerät mit 11 bis 13,5 Kilowatt die vernünftige Lösung, notfalls über den Herdanschluss. Am Waschtisch im Gäste-WC reicht ein Kleingerät mit der passenden Niederdruckarmatur. Billigangebote mit Stecker und hoher Wattzahl sind kein Schnäppchen, sondern ein Fall für den Elektriker.

Bevor Sie kaufen, klären Sie zwei Dinge: ob die Elektrik in Ihrer Wohnung die Leistung trägt und ob als Mieter nicht ohnehin der Vermieter zuständig ist. Wer diese Fragen zuerst stellt, kauft das passende Gerät und spart sich Ärger mit Sicherung, Hausverwaltung und lauwarmem Wasser.

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