Wien zählt zu den grünsten Millionenstädten Europas. Wer die schönsten Parks in Wien kennt, entdeckt eine Stadt, die Kaisergeschichte, Naturschutz und urbanes Leben auf engstem Raum vereint.
Warum Wiens Parks so besonders sind
Etwa 34 Prozent der Wiener Stadtfläche stehen unter Schutz, rechnet man den Anteil am Biosphärenpark Wienerwald hinzu, sind es sogar 40 Prozent. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer jahrhundertelangen Stadtplanung, die seit der Kaiserzeit Grünflächen als festen Bestandteil des städtischen Lebens betrachtete. Die Wiener Stadtgärten pflegen heute über 1.000 Parkanlagen mit einer Gesamtfläche von 13 Quadratkilometern.
Was Wien dabei von anderen Großstädten unterscheidet, ist die Bandbreite. Zwischen dem kleinen Barockgarten im 9. Bezirk und dem 2.450 Hektar großen Lainzer Tiergarten liegen Welten, aber beide gehören zu derselben Stadt. Ob historisch bedeutsames Denkmalensemble, naturbelassenes Waldgebiet oder gepflegte Rosenanlage: Wiens Parks bieten für jeden Anlass das passende Grün. Die folgende Auswahl stellt die zehn herausragendsten Anlagen vor und erklärt, was jede einzelne unverwechselbar macht.
1.Stadtpark: Der erste öffentliche Park Wiens
Der Wiener Stadtpark eröffnete im August 1862 als erste öffentliche Parkanlage der Stadt. Die Anlage erstreckt sich auf rund 65.000 Quadratmetern vom 1. bis in den 3. Bezirk, vom Parkring bis zum Heumarkt. Gestaltet im englischen Landschaftsstil, schirmen großen Alleebäume die Anlage zur Ringstraße hin ab und dämpfen den Stadtlärm so wirkungsvoll, dass man die Innenstadt manchmal tatsächlich vergisst.
Das bekannteste Wahrzeichen ist die vergoldete Bronzestatue von Johann Strauss II., die Besucher aus aller Welt anzieht. Daneben finden sich Denkmäler für Franz Schubert, Robert Stolz, Hans Canon und weitere Persönlichkeiten der Wiener Kulturgeschichte. Mehrere Baumarten stehen hier unter Naturschutz, darunter ein Ginkgo und ein Christusdorn. Der Kursalon an der Parkkante, zwischen 1865 und 1867 im italienischen Renaissancestil errichtet, dient bis heute als Konzert- und Veranstaltungsort. Der Park ist rund um die Uhr zugänglich und über die U4-Station Stadtpark erreichbar.
Was macht den Stadtpark für Familien attraktiv?
Zwei Spielplätze mit Wasser- und Sandspielmöglichkeiten, Rutschen und Schaukeln sowie eine Skate-Anlage und Ballspielplätze machen den Stadtpark zu einem lebendigen Treffpunkt für Familien. Trinkwasserbrunnen sind über die gesamte Anlage verteilt. Im Mai findet hier das Genuss-Festival statt, bei dem Lebensmittelproduzenten aus ganz Österreich ihre Erzeugnisse vorstellen.
2.Schlosspark Schönbrunn: UNESCO-Welterbe und kaiserlicher Glanz
Der Schlosspark Schönbrunn im 13. Bezirk ist seit 1996 gemeinsam mit dem Schloss als UNESCO-Weltkulturerbe eingetragen. Die Anlage gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Wiens und zieht Millionen Besucher jährlich an. Der Eintritt in den Schlosspark selbst ist kostenlos; einzelne Attraktionen wie der Irrgarten, das Palmenhaus oder der Kronprinzengarten sind kostenpflichtig.
Der Park gliedert sich in formal gestaltete Parterres, Heckengänge, Skulpturengruppen und die weithin sichtbare Gloriette auf dem Hügel dahinter. Von der Gloriette aus bietet sich ein Panorama über Wien, das seinesgleichen sucht. Die Brunnen, Statuen und Bassins folgen dem barocken Konzept, das Natur und Architektur als Einheit begreift. Für Familien empfiehlt sich die Kombination mit einem Besuch im angrenzenden Tiergarten Schönbrunn, dem ältesten Zoo der Welt.
3.Augarten: Der älteste Barockpark Wiens
Der Augarten im 2. Bezirk Leopoldstadt blickt auf eine Geschichte zurück, die bis ins 17. Jahrhundert reicht. Die 52,2 Hektar große Anlage ist die älteste erhaltene barocke Gartenanlage Wiens, angelegt im französischen Stil mit klarer Symmetrie und aufwendigen Blumenbeeten. Schattige Alleen aus Kastanien, Linden, Eschen und Ahornbäumen durchziehen den Park und laden zu Spaziergängen zu jeder Jahreszeit ein.
Was den Augarten besonders macht, ist die Dichte an kulturellen Institutionen auf seinem Gelände. Das barocke Schloss Augarten beherbergt die Wiener Sängerknaben, das Filmarchiv Austria und die renommierte Porzellanmanufaktur Augarten, die seit 1923 hier produziert. Zwei Flaktürme aus dem Jahr 1940 ragen als stille Mahnung aus dem Grün. Im Frühling gedeiht hier wilder Bärlauch, den Ortskundige gerne sammeln. Wie alle städtischen Parks Wiens bleibt der Augarten nachts geschlossen.
4.Burggarten: Kaiserliche Intimität im Herzen der Stadt
Der Burggarten war ursprünglich als kaiserlicher Privatgarten angelegt und ist seit 1919 öffentlich zugänglich. Die knapp neun Hektar große Anlage im englischen Landschaftsstil liegt unmittelbar hinter der Hofburg und bietet trotz ihrer zentralen Lage erstaunliche Ruhe. Sonnenhungrige Städter, Jogger und Touristen teilen sich die Rasenflächen und Parkwege gleichermaßen.
Bekanntestes Fotomotiv ist die Mozart-Statue, die den Park in Verbindung mit dem Kunsthistorischen Museum zu einem der meistfotografierten Orte Wiens macht. Das Palmenhaus am Parkrand, 1882 von Kaiser Franz Joseph in Auftrag gegeben, gilt als eines der größten seiner Art weltweit und beherbergt Pflanzen aus drei Klimazonen. Heute befindet sich darin ein Café-Restaurant. Das benachbarte Schmetterlingshaus ist ein eigenes Ausflugsziel für sich. Der Burggarten ist über die U3-Station Herrengasse oder die U2-Station Museumsquartier bequem erreichbar.
5.Volksgarten: Rosen und Republik
Der Volksgarten an der Ringstraße im 1. Bezirk öffnete 1825 als erster öffentlicher Park Wiens für alle Bürger. Seit 2001 ist er Teil der UNESCO-Welterbestätte Historisches Zentrum Wien. Auf fünf Hektar versammeln sich einige der markantesten Kulturdenkmäler der Stadt. Der Theseustempel, eine verkleinerte Nachbildung des antiken Athener Theseions, prägt das Erscheinungsbild ebenso wie das Denkmal der Kaiserin Elisabeth und die Marmorplastik Franz Grillparzers.
Der Rosengarten des Volksgartens zählt zu den schönsten seiner Art in Österreich: Über 3.000 Rosensträucher in mehr als 200 Sorten blühen hier im Sommer in voller Pracht. Das Café Meierei im Volksgarten pflegt eine musikalische Tradition, die bis zu Johann Strauß und Josef Lanner zurückreicht. Die Volksgarten Clubdisco hat eine Geschichte von über 180 Jahren und gehört zu den ältesten Vergnügungsstätten der Stadt.
Wann blühen die Rosen im Volksgarten?
Die Hauptblütezeit der Rosen im Volksgarten fällt in den Zeitraum von Mitte Mai bis Ende Juni. Eine zweite, schwächere Blüte tritt häufig im August und September auf. Für Hochzeitspaare und Fotografen ist der Park während dieser Wochen ein besonders begehrtes Ziel, da die Kulisse aus Rosenmeer und historischen Bauten einzigartig ist.
6.Lainzer Tiergarten: Wildnis vor der Haustür
Der Lainzer Tiergarten im 13. Bezirk ist das größte und naturbelassenste Schutzgebiet innerhalb des Wiener Stadtgebiets. Seine Gesamtfläche beträgt 2.450 Hektar, wovon 1.945 Hektar auf Waldfläche entfallen. Eine rund 22 Kilometer lange Umfassungsmauer umschließt das Gebiet, das seit 1941 als Naturschutzgebiet und seit 2008 als Natura 2000-Europaschutzgebiet ausgewiesen ist.
Das Areal war über Jahrhunderte kaiserliches Jagdrevier, ab 1918 wurde es der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Heute leben hier Wildschweine, Hirsche, Rehe und Mufflons frei im Wald. Von den 29 in Österreich heimischen Fledermausarten beherbergt der Lainzer Tiergarten allein 18. Das Naturwaldreservat Johannser Kogel, mit bis zu 400 Jahre alten Eichen und Stammumfängen von über vier Metern, ist ein Forschungsgebiet von internationaler Bedeutung. Die Hermesvilla, die Kaiser Franz Joseph für Kaiserin Elisabeth errichten ließ, ist als Museum öffentlich zugänglich. Der Eintritt in den Tiergarten selbst ist kostenlos.
7.Prater: Stadtwald und Volksvergnügen
Der Wiener Prater ist mit rund sechs Millionen Quadratmetern die flächenmäßig größte Grünanlage Wiens. Viele denken beim Namen Prater zuerst an den Vergnügungspark mit Riesenrad, den sogenannten Wurstelprater. Dieser nimmt jedoch nur einen kleinen Teil der Gesamtfläche ein. Der weitaus größere Grüne Prater ist ein Landschaftsschutzgebiet mit dem Charakter einer Hartholzaue: Tümpel, Altwässer und naturbelassene Waldabschnitte mit hohem Totholzanteil bieten wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.
Die 4,5 Kilometer lange Hauptallee ist eine der bekanntesten Flaniermeilen Wiens und eine beliebte Laufstrecke. Erstmals erwähnt wurde der Prater zu Beginn des 15. Jahrhunderts. Seit der Weltausstellung 1873 gehört das Riesenrad zu seinen Wahrzeichen. Tennis- und Golfplätze, Reitställe, Fußballclubs und sechs Spielplätze machen den Prater zum Freizeitzentrum für alle Altersgruppen. Die Anlage ist über die U1-Station Praterstern oder die U2-Station Stadion gut erreichbar.
8.Türkenschanzpark: Teiche, Wasserfälle und ein Hauch Orient
Der Türkenschanzpark im 18. Bezirk Währing ist einer der gestaltungsreichsten Parks der Stadt. Auf 150.000 Quadratmetern finden sich Teich- und Bachanlagen, Wasserfälle und Springbrunnen. Allein 6.500 Quadratmeter der Gesamtfläche sind Wasserflächen, darunter der Bergsee und der Waldteich. Die Planung des Parks orientierte sich am Pariser Parc des Buttes Chaumont und wurde 1910 in seiner heutigen Ausdehnung eröffnet.
Besondere Blickfänge sind die Paulinenwarte, ein Aussichtsturm mit Blick über Wien, und der Yunus-Emre-Brunnen mit seinem orientalischen Flair. Fünf Spielplätze machen den Park zu einem der familienfreundlichsten in der Stadt. Besonders im Frühling locken exotische Gehölze und Staudenbeete Pflanzenkenner an. Der Park ist über die Straßenbahnlinien 40 und 41 oder die S-Bahn erreichbar.
9.Belvedere-Garten: Barocke Perfektion mit Welterbetitel
Die Gartenanlage des Schlosses Belvedere im 3. Bezirk gehört gemeinsam mit den beiden Schlössern zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der Hauptgarten liegt zwischen Unterem und Oberem Belvedere und erstreckt sich über drei große Terrassen. Skulpturen und Brunnen zwischen den Gebäuden erzählen die mythologische Geschichte des Aufstiegs von Zeus aus der Unterwelt in den Olymp. Vom oberen Parterre bietet sich ein weiter Blick über Wien.
Unmittelbar angrenzend befindet sich der Botanische Garten der Universität Wien, der 1754 unter Kaiserin Maria Theresia gegründet wurde und bis heute für die Öffentlichkeit frei zugänglich ist. Gemeinsam bilden Belvedere-Garten und Botanischer Garten eine der bedeutendsten Grünachsen im südlichen Wien. Der Garten ist über die Straßenbahn D oder den Bus 69A erreichbar.
10.Kurpark Oberlaa: Freizeitanlage mit Geschichte
Der Kurpark Oberlaa im 10. Bezirk entstand für die Wiener Internationale Gartenschau im Jahr 1974 und wurde seither kontinuierlich weiterentwickelt. Die weitläufige Anlage bietet einen Schwanenteich, ein Blumenlabyrinth, einen Japanischen Garten sowie eine Skateanlage auf 1.800 Quadratmetern. Kinderspielplätze und Beachvolleyballfelder ergänzen das Angebot für sportlich aktive Besucher.
Was den Kurpark Oberlaa von anderen Parks unterscheidet, ist die Verbindung aus gepflegter Gartengestaltung und Freizeitinfrastruktur. Die Therme Wien liegt direkt angrenzend und macht das Gebiet auch in den kühleren Monaten attraktiv. Das Blumenlabyrinth und der Japanische Garten bieten ruhige Rückzugsorte abseits der Hauptwege. Der Kurpark ist über die U1-Station Reumannplatz und weiterführende Buslinien erreichbar.
Kernfakten im Überblick
| Aspekt | Wesentliches |
|---|---|
| Gesamtzahl Parks in Wien | Über 1.000 Parkanlagen mit insgesamt 13 km² Fläche, verwaltet von den Wiener Stadtgärten |
| Größte Grünanlage | Wiener Prater mit rund 600 Hektar Grünfläche (Grüner Prater), ergänzt durch den Vergnügungspark |
| Älteste Barockanlage | Augarten im 2. Bezirk, angelegt im 17. Jahrhundert, älteste erhaltene barocke Gartenanlage Wiens |
| UNESCO-Welterbe | Schlosspark Schönbrunn (seit 1996), Volksgarten und Belvedere-Garten (Teil des Historischen Zentrums Wien) |
| Naturschutzgebiet | Lainzer Tiergarten: 2.450 Hektar, Natura 2000-Gebiet, 18 Fledermausarten, freilebendes Wild |
Fazit
Wien ist eine Stadt, die ihre Parks nicht als Dekoration betrachtet, sondern als lebendige Bestandteile des Alltags. Vom historisch aufgeladenen Volksgarten über den naturbelassenen Lainzer Tiergarten bis zum gestalterisch aufwendigen Türkenschanzpark deckt das Angebot ein breites Spektrum ab. Wer Wien besucht oder hier lebt, findet für jeden Anlass das passende Grün: Flanieren im Kaiserambiente, Joggen entlang der Prater-Hauptallee, Picknick unter Barockbäumen oder stille Naturbeobachtung im Europaschutzgebiet.
Die zehn vorgestellten Parks in Wien sind keine vollständige Liste, sondern ein Einstieg. Wien zählt über 1.000 Parkanlagen, darunter viele kleinere Quartiersgärten und Beserlparks, die im Alltag ebenso wichtig sind wie die großen Aushängeschilder. Wer die Stadt wirklich kennenlernen möchte, tut gut daran, die Parks zu verschiedenen Jahreszeiten zu besuchen: Im Frühling blühen die Rosen im Volksgarten, im Sommer spenden die Augarten-Alleen Schatten, im Herbst leuchten die Bäume im Lainzer Tiergarten, und im Winter verwandelt sich der Liechtensteinpark in eine stille, elegante Kulisse. Wiens Grün ist ein Versprechen, das die Stadt das ganze Jahr über einlöst.
Häufig gestellte Fragen zum Thema „Parks in Wien“
Welche Parks in Wien sind kostenlos zugänglich und welche verlangen Eintritt?
Die große Mehrheit der Parks in Wien ist kostenlos und rund um die Uhr zugänglich, wobei die städtischen Parkanlagen nachts geschlossen bleiben. Der Schlosspark Schönbrunn, der Burggarten, der Volksgarten, der Augarten, der Stadtpark und der Lainzer Tiergarten sind allesamt ohne Eintritt begehbar. Kostenpflichtig sind hingegen einzelne Attraktionen innerhalb dieser Anlagen: Im Schlosspark Schönbrunn zahlen Besucher für Irrgarten, Palmenhaus, Orangeriegarten und Kronprinzengarten. Im Burggarten ist das Schmetterlingshaus kostenpflichtig. Die Hermesvilla im Lainzer Tiergarten verlangt ebenfalls Eintritt. Der Botanische Garten der Universität Wien, direkt neben dem Belvedere-Garten, ist für Besucher kostenlos zugänglich.
Welche Parks in Wien eignen sich besonders gut für Hunde?
Wien verfügt über ein gut ausgebautes Netz an Hundezonen und Hundeauslaufplätzen in seinen Parks. In vielen großen Anlagen wie dem Prater, dem Augarten und dem Lainzer Tiergarten dürfen Hunde an der Leine mitgeführt werden. Spezielle eingezäunte Hundeauslaufzonen, in denen Hunde ohne Leine laufen dürfen, sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt. Die genauen Regelungen unterscheiden sich je nach Park, da es in manchen Anlagen auch ausgewiesene hundefreie Bereiche gibt, insbesondere rund um Kinderspielplätze. Die offizielle Website der Stadt Wien führt eine aktuelle Übersicht aller Hundezonen und Bereiche mit Hundeverbot, die vor einem Besuch geprüft werden sollte.
Wie unterscheiden sich die Parkanlagen in Wien hinsichtlich ihrer historischen Entstehung?
Die Wiener Parks lassen sich grob in drei historische Schichten einteilen. Die erste umfasst die kaiserlichen Gärten, die ursprünglich als private Hofanlagen angelegt wurden und erst später der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden: Der Burggarten öffnete 1919, der Volksgarten schon 1825, der Augarten im frühen 18. Jahrhundert. Die zweite Schicht bilden die bürgerlichen Stadtparks des 19. Jahrhunderts, die im Zuge der Ringstraßenplanung und der städtischen Expansion angelegt wurden, allen voran der Stadtpark (1862) und der Türkenschanzpark (1888 in erster Form). Die dritte Schicht umfasst moderne Freizeitanlagen des 20. Jahrhunderts, wie den Kurpark Oberlaa (1974) oder die Donauinsel, die gezielt auf Erholungs- und Sportbedürfnisse zugeschnitten wurden. Diese unterschiedliche Herkunft erklärt, warum sich die Parks in Stil, Gestaltung und Funktion so stark voneinander unterscheiden.
Welche Parks in Wien bieten besonders gute Möglichkeiten für sportliche Aktivitäten?
Wien hat seine Parkanlagen in den letzten Jahren systematisch um Sportangebote erweitert. Der Prater ist mit seiner 4,5 Kilometer langen Hauptallee die beliebteste Lauf- und Radstrecke der Stadt. Der Kurpark Oberlaa bietet eine der größten Skateanlagen Wiens mit 1.800 Quadratmetern sowie Beachvolleyballfelder. Der Türkenschanzpark verfügt über fünf Spielplätze und lädt mit seinem hügeligen Gelände zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Im Lainzer Tiergarten stehen über 80 Kilometer Wanderwege zur Verfügung. Außerdem gibt es in Wien eigene Aktiv-Parks und sogenannte Motorikparks, die gezielt Bewegung für alle Altersgruppen fördern. Die Stadt Wien führt auf ihrer offiziellen Website eine laufend aktualisierte Übersicht aller Parks mit Beachvolleyball, Skate-Anlagen, Tischtennistischen und Trampolin-Zonen.
Welche Fehler machen Besucherinnen und Besucher häufig beim Entdecken der Parks in Wien?
Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, dass der Prater hauptsächlich aus dem Vergnügungspark besteht. Der Grüne Prater mit seinen naturbelassenen Auenwäldern, Tümpeln und Wiesen macht den weitaus größeren und ökologisch wertvolleren Teil aus und ist vielen Besuchern schlicht unbekannt. Ähnlich verhält es sich mit dem Lainzer Tiergarten: Viele denken bei dem Namen an einen Zoo, obwohl es sich um ein weitgehend unberührtes Waldgebiet mit freilebenden Tieren handelt. Ein weiterer typischer Fehler ist das ausschließliche Besuchen der touristischen Hauptanlagen wie Schönbrunn und Stadtpark, während gut gepflegte und atmosphärische Parks wie der Liechtensteinpark im 9. Bezirk oder der Schweizergarten im 3. Bezirk übersehen werden. Auch die Öffnungszeiten der städtischen Parks werden oft unterschätzt: Nachts sind sie geschlossen, was besonders im Sommer bei langen Abenden überraschen kann.
Weitere Informationen:
- Die 10 schönsten Teiche und Seen in Wien und Umgebung
- Die 10 Balkan-Restaurants in Wien
- Die 10 schönsten Museen in Wien
- Minigolf in Wien: 10 Anlagen für Jung und Alt im Überblick
- Die 10 schönsten Aussichtspunkte in Wien
- Indoor-Aktivitäten in Wien: Ideen für Regentage und kalte Monate
- Was muss man in Wien gesehen haben?
- Wien Innenstadt Sehenswürdigkeiten – Die schönsten Highlights im Zentrum
- 5 Ausflüge rund um Wien, die du lieben wirst
- Ultra Last Minute ab Wien – Ihre 24 h Checkliste bis zum Abflug



