Graz vereint UNESCO-Weltkulturerbe, moderne Architektur und eine lebendige Altstadt auf engstem Raum. Wer die schönste Sehenswürdigkeit in Graz sucht, findet hier zehn Orte, die keine Reise missen sollte.
Graz ist die zweitgrößte Stadt Österreichs und die Landeshauptstadt der Steiermark. Fast 300.000 Menschen leben hier an der Mur, und die Atmosphäre ist entspannt, niemals überladen. Was die Stadt von anderen österreichischen Metropolen unterscheidet: Sie muss nicht entscheiden, ob sie historisch oder modern sein will. Beides existiert nebeneinander, manchmal auf demselben Platz, manchmal auf demselben Block.
Die Grazer Altstadt gehört seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe, 2010 kam Schloss Eggenberg als eigenständige Erweiterung hinzu. Das allein sagt viel. Wer einen Städtetrip plant, braucht hier keine langen Anreisen zu den Highlights. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen fußläufig zusammen, die Wege sind kurz und die Dichte an Kultur und Geschichte ist bemerkenswert hoch. Für Österreich-Reisende, die Wien und Salzburg bereits kennen, ist Graz die logische nächste Entdeckung.
1. Schlossberg und Uhrturm: Das Wahrzeichen der Stadt
Wer Graz verstehen will, beginnt hier. Der Schlossberg ist ein 123 Meter hoher Felsrücken mitten im Stadtgebiet, direkt an der Altstadt. Auf seinem Gipfel thront der Uhrturm, das eigentliche Wahrzeichen von Graz, das vermutlich bereits im 13. Jahrhundert errichtet und Jahrhunderte später bei der Neubefestigung des Berges in seine heutige Form gebracht wurde. Von oben bietet sich ein 360-Grad-Blick über die roten Ziegeldächer der Altstadt und das Murtal.
Ein Detail irritiert beim ersten Hinschauen: Der Stundenzeiger des Uhrturms ist länger als der Minutenzeiger. Das hat einen historischen Grund. Ursprünglich existierte nur der Stundenzeiger, und er wurde möglichst groß und gut lesbar gestaltet. Als man später den Minutenzeiger hinzufügte, ließ man die Proportionen unverändert. Die Ziffernblätter messen jeweils rund fünf Meter Durchmesser.
Den Schlossberg erreichen Sie zu Fuß über den Kriegssteig mit rund 260 Stufen, per Schlossbergbahn oder durch den Aufzug, der durch den Fels direkt in den Berg führt. Der Eintritt zum Schlossberg selbst ist kostenlos. Zusätzlich lohnt sich ein Blick auf den 34 Meter hohen Glockenturm und die Kasematten in den freigelegten Kellerräumen des einstigen Schlosshauptmannhauses. Das Graz Museum Schlossberg erzählt die Geschichte des Berges mit zeitgenössischen Mitteln.
2. Grazer Altstadt: UNESCO-Weltkulturerbe mit Alltagsleben
Die Grazer Altstadt ist kein museales Freilichtgelände, sondern ein lebendiger Stadtorganismus. Geschäfte, Kaffeehäuser und Restaurants füllen die Erdgeschoßzonen der historischen Gebäude. Die meisten Straßen im Kern sind Fußgängerzone, was das Flanieren durch die gepflasterten Gassen angenehm macht. Architektonisch zeigt sich ein Mischbild aus Gotik, Renaissance und Barock, das sich über Jahrhunderte organisch entwickelt hat.
Besonders reizvoll sind die zahlreichen Innenhöfe, die sich hinter den Straßenfassaden verbergen. Viele davon sind öffentlich zugänglich und bieten eine ruhige Alternative zum Trubel der Einkaufsstraßen. Die Herrengasse, die Schmiedgasse und die Sporgasse zählen zu den bekanntesten Adressen. Wer abseits der touristischen Hauptrouten sucht, wird in den Nebengassen immer wieder auf kleine Kunsthandwerksgeschäfte und versteckte Hinterhöfe stoßen.
Der beste Ausgangspunkt für einen Altstadtrundgang ist der Hauptplatz, das historische Zentrum von Graz. Der weitläufige Platz war über Jahrhunderte Schauplatz des öffentlichen Lebens, hier fanden Märkte, aber auch Hinrichtungen statt. Heute treffen sich die Grazerinnen und Grazer hier für den Wochenmarkt, den Christkindlmarkt im Advent und das Silvesterfest zum Jahreswechsel.
3. Landeszeughaus: Die größte historische Waffenkammer der Welt
Das Landeszeughaus in der Herrengasse 16 ist weltweit einzigartig: Mit rund 32.000 Exponaten gilt es als die größte historisch gewachsene Waffenkammer der Welt, die noch weitgehend in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten ist. Zwischen 1642 und 1644 nach Plänen von Antonio Solar erbaut, diente das Gebäude als zentrale Ausrüstungsstelle im Südosten des Habsburgischen Reiches. Die Steiermark, geographisch an der Grenze zu den osmanischen Einflussgebieten gelegen, war über Jahrhunderte Aufmarschgebiet und Verteidigungszone.
Die Sammlung umfasst Rüstungen, Helme, Ringelpanzer, Blankwaffen, Stangenwaffen, Gewehre und Pistolen aus dem 15. bis 18. Jahrhundert. Auf vier Etagen stehen die Objekte in dichter Aufstellung, so wie sie einst gelagert wurden. Die Holzdecken, Holzböden und Wandpaneele haben über Jahrhunderte dazu beigetragen, die optimale Luftfeuchtigkeit zu halten und Rostbildung zu verhindern. Dieses Detail erstaunt Besucherinnen und Besucher regelmäßig: Das Eisen wirkt gepflegt und nahezu unberührt.
Die Bedeutung des Landeszeughauses reicht über die bloße Ausstellung hinaus. Es wurde mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet, einer Ehrung, die die Europäische Kommission alle zwei Jahre an historische Orte von besonderer europäischer Bedeutung vergibt. Ab dem 1. April öffnet das Landeszeughaus nach Umbauarbeiten wieder mit den Sommeröffnungszeiten von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr.
4. Kunsthaus Graz: Der freundliche Außerirdische
Das Kunsthaus Graz ist kein klassisches Museum, sondern ein Ausstellungshaus für internationale zeitgenössische Kunst. Was sofort auffällt, ist seine Architektur. Das Gebäude der britischen Architekten Peter Cook und Colin Fournier, eröffnet im Jahr 2003 anlässlich des Europäischen Kulturhauptstadtjahres, schmiegt sich an die roten Ziegeldächer der Umgebung wie ein Fremdkörper aus einer anderen Zeit. Die Grazerinnen und Grazer nennen es liebevoll den „Friendly Alien“. Die organische, blasenförmige Außenfassade aus Acrylglas ist mit Neonröhren bestückt, die das Gebäude nachts zur Lichtinstallation werden lassen.
Innen verbreitet sich eine großzügige Ausstellungsfläche über mehrere Ebenen, die bewusst flexibel gehalten ist. Das Kunsthaus zeigt wechselnde Ausstellungen internationaler Gegenwartskünstlerinnen und -künstler und verbindet dabei globale Themen mit lokalem Kontext. Der inhaltliche Anspruch ist hoch, die Zugänglichkeit bleibt dabei erhalten. Das hauseigene Café ist täglich geöffnet und bietet einen ungewöhnlichen Blick auf den Murquai.
Das Kunsthaus ist von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Personen unter 19 Jahren haben freien Eintritt. Wer mehrere Museen in Graz besuchen möchte, sollte das 24h- oder 48h-Ticket des Universalmuseums Joanneum in Betracht ziehen, das Zutritt zu 20 Museen bietet.
5. Schloss Eggenberg: Kosmische Symbolik in Stein
Schloss Eggenberg ist das bedeutendste Schloss der Steiermark und seit 2010 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Fürst Hans Ulrich von Eggenberg ließ es ab 1625 errichten, und die Anlage folgt einem durchdachten symbolischen Konzept: Die 365 Fenster stehen für die Tage des Jahres, die 24 Prunkräume für die Stunden des Tages, die 52 Türen für die Wochen des Jahres und die 60 Fenster auf den Hoffassaden für die Minuten der Stunde. Das Schloss ist ein in Architektur gegossenes Bild des Kosmos.
Herzstück ist der Planetensaal aus dem Jahr 1678. Ein großes Deckengemälde zeigt die sieben damals bekannten Himmelskörper, an den Wänden die zwölf Tierkreiszeichen. Die 24 Prunkräume mit ihrer originalen Ausstattung aus dem 17. und 18. Jahrhundert, darunter über 500 Deckengemälde, sind nur im Rahmen einer Führung zugänglich. Diese finden von Dienstag bis Sonntag stündlich statt. Der weitläufige Schlosspark mit seinem alten Baumbestand und frei laufenden Pfauen ist das ganze Jahr über geöffnet.
Schloss Eggenberg liegt etwa vier Kilometer westlich des Stadtzentrums und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Der Eintritt in die Prunkräume beläuft sich auf 18 Euro pro Person. Der Schlosspark selbst kostet 2 Euro Eintritt. Wer Zeit hat, sollte beide kombinieren: Der Park bietet einen der schönsten Spazierwege im Grazer Stadtgebiet.
6. Murinsel: Kunst, Café und Flussleben
Die Murinsel ist eine der jüngsten Sehenswürdigkeiten von Graz und zugleich eine der ungewöhnlichsten. Der amerikanische Künstler Vito Acconci entwarf die 47 Meter lange Stahlkonstruktion, die 2003 im Zuge des Kulturhauptstadtjahres mitten auf der Mur installiert wurde. Die geschwungene Form erinnert an eine Muschel oder ein aufgeschlagenes Buch. Unter einem gewölbten Glasdach befindet sich ein Café, im offenen Teil laden blaue Sitzbänke in Wellenform zum Verweilen ein, und im Innenbereich gibt es ein Kletternetz für Kinder.
Trotz des Namens ist die Murinsel technisch gesehen kein festes Bauwerk auf dem Flussgrund, sondern ein schwimmendes Schiff, das mit dem Ufer verbunden ist. Sie funktioniert als Brücke zwischen den Murufern und als lebendiger Begegnungsort. Im Sommer finden auf der Murinsel regelmäßig Veranstaltungen statt. Das Café ist von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 20 Uhr geöffnet und bietet Kaffee und Cocktails mit direktem Blick auf den Fluss.
7. Grazer Dom und Mausoleum: Geistliche Kunst auf kleinstem Raum
Der Grazer Dom, offiziell Domkirche zum Heiligen Ägidius, täuscht von außen über seinen inneren Reichtum hinweg. Die gotische Fassade gibt wenig preis. Im Inneren offenbart sich ein vollständig ausgestatteter Kirchenraum mit Fresken, Schnitzaltären und einem bedeutenden Wandbild an der Außenmauer: das sogenannte Gottesplagenbild aus dem 15. Jahrhundert zeigt die drei Plagen, die Graz damals heimsuchten, Pest, Heuschrecken und Türkenbelagerung.
Unmittelbar neben dem Dom liegt das Mausoleum Kaiser Ferdinands II., eine der vollständigsten Barockkirchen Österreichs. Johann Bernhard Fischer von Erlach, einer der bedeutendsten Barockarchitekten des Landes, vollendete das Gebäude Anfang des 18. Jahrhunderts. Die Kuppel, die Fresken und die Gruft machen das Mausoleum zu einem Pflichtbesuch für alle, die sich für Sakralarchitektur interessieren. Dom und Mausoleum zusammen mit der benachbarten Grazer Burg und dem Priesterseminar werden als Grazer Stadtkrone bezeichnet.
8. Landhaushof und Glockenspiel: Renaissance und Spieluhr
Der Landhaushof ist einer der schönsten Renaissance-Innenhöfe nördlich der Alpen. Die dreigeschoßige Arkadengalerie, erbaut zwischen 1557 und 1565, zieht Fotografinnen und Fotografen aus aller Welt an. Im Sommer schmücken bunte Blumen die Bögen, im Advent beherbergt der Hof die Grazer Eiskrippe, eine der stimmungsvollsten Adventattraktionen der Stadt. Das Landeszeughaus schließt direkt an das Landhaus an und ist durch einen gemeinsamen Gebäudekomplex verbunden.
Wenige Schritte entfernt liegt der Glockenspielplatz. Drei Mal täglich, um 11, 15 und 18 Uhr, öffnet ein Erkerkasten und zwei Figurenpaare tanzen zu wechselnden Melodien. Das Glockenspiel geht auf den Spirituosenproduzenten Gottfried Maurer zurück, der es Ende des 19. Jahrhunderts einbauen ließ. Er kannte ähnliche Werke aus Norddeutschland und Belgien und wollte eines für Graz. Nach seinem Tod 1929 vermachte er das Glockenspiel der Stadt mit der Auflage, es weiterzubetreiben. Die Melodien wechseln mehrmals im Jahr und reichen von alpenländischen Weisen bis zu Weihnachtsliedern.
9. Grazer Burg und Doppelwendeltreppe: Gotik im Stadtgefüge
Die Grazer Burg ist ein Komplex aus verschiedenen Bauphasen, der sich unmittelbar neben dem Dom erhebt. Kaiser Friedrich III. ließ die ursprüngliche Anlage im 15. Jahrhundert errichten. Das bekannteste Element ist die gotische Doppelwendeltreppe aus Sandstein, ein architektonisches Kunstwerk aus dem frühen 16. Jahrhundert. Zwei ineinandergreifende Treppenhäuser führen spiralförmig aufwärts, ohne sich zu berühren. Wer von unten hinaufschaut, sieht eine geometrische Konstruktion, die auch heute noch Architektinnen und Architekten fasziniert.
Die Burg ist heute Sitz der Steiermärkischen Landesregierung und nicht vollständig öffentlich zugänglich. Die Doppelwendeltreppe im Innenhof ist jedoch von außen sichtbar und bei Führungen zu besichtigen. Der Innenhof selbst dient als Durchgang zwischen Dom und dem angrenzenden Stadtgebiet und kann tagsüber betreten werden. In der Gartenanlage stehen seit 1959 Büsten bekannter steirischer Persönlichkeiten.
10. Joanneumsviertel: Museumsquartier mit Tiefe
Das Joanneumsviertel ist das Herzstück des Universalmuseums Joanneum, des ältesten und zweitgrößten Museums Österreichs. Gegründet 1811 von Erzherzog Johann, umfasst das Joanneum heute mehr als 20 Standorte in Graz und der Steiermark mit insgesamt über 4,5 Millionen Objekten. Im Joanneumsviertel selbst konzentrieren sich die Neue Galerie Graz mit ihrer Sammlung des 19. und 20. Jahrhunderts und das Naturkundemuseum.
Besonders empfehlenswert ist das Joanneumsviertel für Besucherinnen und Besucher, die sich über einen halben Tag vertiefen wollen. Die Ausstellungen sind sorgfältig kuratiert und vermeiden Informationsüberflutung. Die Architektur des modernen Erweiterungsbaus ergänzt den historischen Bestand angenehm. Das 24h- oder 48h-Ticket bietet die kosteneffizienteste Möglichkeit, mehrere Standorte des Joanneums an einem oder zwei Tagen zu besuchen.
Wer zusätzlich Zeit hat, sollte auch einen Abstecher zur Basilika Mariatrost im Nordosten von Graz in Betracht ziehen. Die Pfarr- und Wallfahrtskirche thront auf einem Hügel, über 200 Stufen erreichbar, mit den charakteristischen schwarzen Turmspitzen auf weiß getünchten Zwillingstürmen. Die Aussicht von dort oben auf das Grazer Becken gehört zu den lohnendsten Panoramen der Region.
Kernfakten im Überblick
| Aspekt | Wesentliches |
|---|---|
| UNESCO-Weltkulturerbe | Grazer Altstadt seit 1999, Schloss Eggenberg seit 2010 anerkannt |
| Landeszeughaus | Größte historische Waffenkammer der Welt mit rund 32.000 Exponaten, erbaut 1642 bis 1644 |
| Schlossberg | 123 Meter hoher Stadtberg mit Uhrturm; Aufstieg zu Fuß, per Bahn oder Aufzug möglich |
| Schloss Eggenberg | 24 Prunkräume, über 500 Deckengemälde; Führungspflicht für Prunkräume |
| Joanneum-Ticket | 24h- oder 48h-Ticket ermöglicht Eintritt in 20 Museen zu einem Pauschalpreis |
Fazit
Graz ist eine Stadt, die ihre Schichten gerne preisgibt, wenn man genau hinschaut. Jede Sehenswürdigkeit in Graz erzählt eine eigene Geschichte: Der Uhrturm die Geschichte eines Stadtberges, der trotz napoleonischer Sprengungsversuche überlebte. Das Landeszeughaus die Geschichte einer Region, die sich über Jahrhunderte gegen äußere Bedrohungen behaupten musste. Das Kunsthaus die Geschichte einer Stadt, die auch 2003 den Mut hatte, Neues zu wagen. Diese Mischung macht Graz zu mehr als einem Ausflugsziel.
Wer gut plant, schafft die wichtigsten Orte bequem an zwei Tagen. Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen im Zentrum und sind zu Fuß erreichbar. Schloss Eggenberg erfordert einen kurzen Weg mit öffentlichen Verkehrsmitteln, lohnt sich aber unbedingt. Die Graz Card oder das Joanneum-Ticket helfen, Eintrittsgeld zu sparen und Wartezeiten zu vermeiden. Wer die Hauptsaison meidet und im Frühling oder frühen Herbst reist, erlebt Graz in seiner entspanntesten Form, mit mildem Wetter, ohne Überfüllung und mit vollem Programm in allen Museen und Ausstellungshäusern.
Häufig gestellte Fragen zum Thema „Sehenswürdigkeit in Graz“
Gibt es in Graz Sehenswürdigkeiten, die kostenlos zugänglich sind?
Ja, ein erfreulich großer Teil der Grazer Highlights kostet keinen Eintritt. Der Schlossberg mit dem Uhrturm ist frei begehbar, sofern man den Fußweg nimmt oder den Aufzug auf eigene Kosten nutzt. Die Murinsel, der Landhaushof, der Hauptplatz, die Altstadt und die meisten Innenhöfe sind ohne Bezahlung zugänglich. Auch der Schlosspark von Eggenberg hat einen vergleichsweise günstigen Eintrittspreis von zwei Euro. Wer gezielt plant, kann so einen vollen Reisetag mit Graz-Highlights bestreiten, ohne ein großes Budget einzuplanen.
Welche Sehenswürdigkeit eignet sich besonders für Familien mit Kindern?
Das Landeszeughaus zieht Kinder und Jugendliche regelmäßig in den Bann, weil die dichte Aufstellung von Rüstungen, Helmen und Waffen auf vier Etagen visuell stark wirkt. Themenführungen und Workshops für Schulklassen und Familien werden dort gezielt angeboten. Die Murinsel hat im Innenbereich ein Kletternetz und gilt als einer der wenigen Orte in der Innenstadt, der ausdrücklich auf Kinder ausgelegt ist. Das Naturkundemuseum im Joanneumsviertel ist mit seinen naturwissenschaftlichen Ausstellungen ebenfalls gut für jüngere Besucherinnen und Besucher geeignet.
Wie unterscheidet sich Graz von Wien als Reiseziel?
Wien ist eine Metropole mit internationaler Ausrichtung, Graz dagegen eine Stadt, die ihr regionales Profil bewusst pflegt. Die Altstadt ist kompakter, die Wege kürzer, die Menschenmassen kleiner. Was Graz von Wien zusätzlich unterscheidet, ist das südländische Flair, das durch die geographische Nähe zu Slowenien und Kroatien entsteht. Graz gilt als Genusshauptstadt Österreichs mit einem dichten Netz an Gasthäusern, Märkten und kulinarischen Angeboten. Wer Städtetourismus ohne Massenandrang bevorzugt, liegt in Graz richtig. Gleichzeitig fehlt es an keiner kulturellen Einrichtung: Opernhaus, zeitgenössische Kunsthäuser, mehrere Weltkulturerbe-Stätten, alles vorhanden.
Lohnt sich ein Besuch des Schlossberg-Aufzugs gegenüber dem Fußweg?
Das hängt von der verfügbaren Zeit und körperlichen Verfassung ab. Der Fußweg über den Kriegssteig mit rund 260 Stufen dauert bei gemäßigtem Tempo etwa 15 Minuten und führt durch den Bergwald, bietet dabei immer wieder Ausblicke auf die Stadt. Er ist der stimmungsvollere Weg und wird von vielen Besucherinnen und Besuchern bevorzugt. Der Aufzug fährt direkt durch den Fels und ist in wenigen Minuten oben. Er ist barrierefrei zugänglich und kostenpflichtig. Die Schlossbergbahn, eine historische Standseilbahn, verbindet den Kaiser-Franz-Josef-Kai mit dem Schlossberg und ist ein eigenes Erlebnis. Für die Rückfahrt empfiehlt sich oft der Weg zu Fuß, um die Stadt von oben noch einmal zu überblicken.
Was sollte man beim Besuch des Landeszeughauses beachten?
Wegen des Denkmalschutzes sind im Landeszeughaus keine Beschriftungen an den Exponaten angebracht. Das bedeutet: Ohne Begleitung wirkt die Aufstellung zwar eindrucksvoll, der historische Kontext erschließt sich jedoch erst durch einen Audio- oder Multimediaguide, der an der Kasse erhältlich ist, oder durch eine der täglich angebotenen Führungen. Im Sommer finden deutschsprachige Führungen um 11 und 14 Uhr statt, eine englischsprachige Führung um 12:30 Uhr. Wer die Sommeröffnung ab dem 1. April plant, findet die Zeiten von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Im Winter sind Führungen Pflicht für den Eintritt. Ein Blick auf die aktuelle Website des Universalmuseums Joanneum vor dem Besuch ist sinnvoll, da Umbauarbeiten die Öffnungszeiten beeinflussen können.
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